Montag, 5. Dezember 2011

Advent - der König kommt

Jesus ist damals auf einem Esel nach Jerusalem eingeritten als er die Stadt zum ersten mal besuchte - nicht "hoch zu Ross".
Ich habe den Eindruck, daß er auch heutzutage immer noch gerne Esel benutzt, die demütig genug sind ihn zu tragen, aber nicht besonders klug in den Augen der Menschen...
Und wegen der seltsamen Gebaren der Esel auf mancher Kanzel verpassen viele Menschen das Eigentliche - den herrlichen König, der auf ihm sitzt...

Und diese Christus-tragenden und oft starrsinnigen Esel gibt es übrigens nicht nur auf Kanzeln oder Bühnen... ;-)

Samstag, 26. November 2011

Mein Vater oder Unser Vater?

Mt 6,9    Betet ihr nun also: Unser Vater, der du bist in den Himmeln, geheiligt werde dein Name; dein Reich komme;
Gott möchte eine individuelle und ganz persönliche Beziehung zu jedem von uns. Das wird aus vielen Geschichten und an vielen Stellen der heiligen Schrift klar.
Er meint mich als Individuum und will mir auf ganz persönliche Weise begegnen. Und er geht auf jeden Menschen individuell ein und spricht mit jedem Menschen auf eine andere Art und Weise.

Zu Mose spricht er aus dem brennenden Dornbusch - zu Elia durch ein leises Wehen in der Luft. Andere sahen große Erscheinungen und Visionen - zu Manchen hat er durch Engel geredet. Von König David dagegen ist nichts derart Spektakuläres bekannt. Trotzdem wird anhand seiner Lieder (den Psalmen) klar, daß er eine ganz innige und intime Beziehung zu Gott hatte.
Zu den allermeisten von uns redet Gott ebenfalls nicht in spektakulärer Weise sondern eher still und unauffällig - aber dennoch ist es individuell sehr besonders und einzigartig. Wir kennen Gottes Sprache nicht - aber er kennt UNSERE Sprache.

Das "Vaterunser" scheint dagegen kein individuelles sondern ein kollektives Gebet zu sein - so wird es von vielen Kirchen und Gemeinden wohl auch begriffen, denn wir beten es zumeist gemeinsam in der Versammlung. Sonst würde es doch auch wohl "Vatermeiner" heißen und nicht Vaterunser?
Im Vaterunser geht es um unseren Vater, unser täglich Brot und um unsere Schuld und unsere Versuchungen!

Und dennoch lehrt uns Jesus die Worte seines Modellgebets nicht in diesem öffentlichen Kontext sondern während er über unser ganz privates Gebet allein mit Gott redet:
Mt 6,6    Wenn {du} aber betest, so geh in deine Kammer, und nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist! Und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten.
Und nach diesen Versen folgt das "Vaterunser". Betet ihr nun so: Unser Vater...
Könnte es sein daß Gott möchte, daß wir im persönlichen Gebet eben nicht nur unser privates Glück im Auge haben sondern auch das Wohlergehen unserer Nachbarn und Freunde?

Gott ist Liebe und sein Königreich ist ein Reich wo Liebe regiert! Wenn ich bete "Dein Reich komme", dann bete ich auch, daß die Liebe Gottes mein Herz und ganzes Leben regiert.

Liebe ist niemals selbstsüchtig sondern allezeit schenkend und gebend. (1.Kor.13) Liebe denkt nicht nur an sich selbst sondern stets auch an das Wohl der Anderen.
Gott ist nicht nur MEIN Vater, sondern der Vater meiner Nachbarn und Freunde. Er ist der Vater meiner Geschwister und meines Ehepartners und meiner Kinder. Er ist der Vater meiner Mitchristen und auch der Vater derer, die Gott noch gar nicht persönlich kennen, oder er möchte es zumindest werden...
Gott hat Interesse an der ganzen Welt und möchte das ALLE Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. So sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einzigen Sohn gab...
Gott gab das Teuerste und Kostbarste was er besaß um diese Welt zu retten.
Und er möchte diese Gesinnung des Gebens und Schenkens auch in uns fördern und wachsen sehen.

Wenn ich bete: "Unser Vater, der du bist in den Himmeln...", dann fange ich an auch für meine Frau und Kinder zu beten. Und für meine Freunde und die Gemeinden zu denen ich eine Beziehung habe. Vielleicht bete ich sogar für unsere Stadt, unser Land und unsere Regierung - so wie Gott mich leitet.
Ich möchte nicht, daß das Reich der Liebe Gottes nur mich allein berührt sondern alle Menschen zu denen ich Kontakt habe. Ich mache mich eins mit dem Willen Gottes welcher will das ALLE Menschen seiner Liebe und seinem Heil begegnen...

Gott meint es sehr gut mit uns. Wir sind eben als Individuum keine einsame Insel sondern Teil einer großen Familie! Und nur als Familienmitglied mit intakten Beziehungen zu den Anderen können wir Erfüllung und Glück finden.

Jawoll. Ja.

Freitag, 25. November 2011

Das "Vaterunser" - Wissen wir was wir beten?

Ich bete das "Vaterunser" sehr häufig. Im Gottesdienst am Mittwochabend im Expowal ist es Teil der Liturgie und wir beten es zusammen als Gemeinde.
Ich benutze es aber auch fast jeden Morgen als eine Art "Modellgebet", gehe es in Gedanken Schritt für Schritt durch und formuliere dann meine eigenen Gedanken und Bitten auf dieser Grundlage dazu.
Ich denke auch daß Jesus wohl kein "Gebetsritual" mit diesem Gebet weitergeben wollte sondern eher eine Art Leitfaden wie wir beten sollen.

Wenn ich bete "Dein Reich komme", dann lade ich Gott danach mit eigenen Worten ein mit seiner Herrschaft in mein ganzes Leben und Sein zu kommen. Er soll meine Gefühlswelt ebenso beherrschen wie meine Gedanken und meinen Verstand.
Das Reich Gottes ist ja ein Königreich mit einem herrlichen König, der Gesetzgeber und Richter, aber auch Versorger, Vater und Kraftquelle in Einem ist!
Im Reich Gottes regiere nicht Ich, sondern mein himmlischer Vater und ich bitte ihn, mit seiner Herrschaft sogar bis in meinen Körper hinein zu kommen - denn in seinem himmlischen Königreich gibt es keine Krankheit mehr!

Das Reich Gottes ist dort wo man Gott uneingeschränkt regieren lässt, es ist durch Jesus schon angebrochen und in unsere Mitte gekommen. Es ist allerdings noch nicht vollendet - die Erde ist nicht der Himmel. Und hier auf der Erde wird es immer umkämpft und unvollständig sein. Und menschliche Versuche es in politischer Weise zu errichten enden regelmäßig in Chaos und Zerstörung! Gott selbst muß sein Königreich errichten und kein Mensch darf dabei hereinpfuschen. Alles was wir tun können ist Gott Raum für sein Wirken zu geben! 

Neulich habe ich eine interessante Entdeckung im Vaterunser gemacht. Ich habe die Bitte "und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen" eigentlich immer als eine Bitte um Bewahrung vor dem "Verführer" verstanden. Man denkt gern bei den Worten "und führe uns nicht in Versuchung" an die Begebenheit als Jesus von dem Teufel in der Wüste versucht wurde. Er sollte Steine in Brot verwandeln oder eine große Show auf der Zinne des Tempels veranstalten. Ihm wurde die Herrschaft über die ganze Welt angeboten wenn er vor Satan niederfallen würde.

In der guten alten Lutherübersetzung heißt es jedoch nicht "sondern erlöse uns von dem Bösen". Luther übersetzt: "...sondern erlöse uns von dem Übel"!

Luther mag ja an manchen Stellen seiner Übersetzung geschwächelt haben, aber an diesem Punkt lag er wahrscheinlich näher am Urtext als die Macher der heutigen Form des "Vaterunser".
Denn das Wort "Bösen", das Luther mit "Übel" übesetzt, hat im griech, Urtext mehrere Bedeutungen:
Übel, Böse = griech. poneros (Nach Strongs ehaustive Concordance)
Ableitung von ponos (w. Mühe machend); Adj. (78) Gräz. urspr.: mit Arbeit überhäuft; mühselig. 
 I.) böse 
1) im körperlichen Sinn: krank, blind, in einem schlechten körperlichen Zustand; bösartig, schmerzlich; verdorben, unbrauchbar, wertlos. 
2.) Im moralisch-sittlichen Sinn von Personen oder Dingen: böse, schlecht, korrupt, verkommen, schlimm. 
3) subst.: d. Böse: 3a) ein böser Mensch: d. Missetäter, Bösewicht.
3b) als Umschreibung für d. Teufel: d. Böse schlechthin
3c) das Böse: böse Gedanken, Handlungen oder Dinge.

Wir werden an dieser Stelle also aufgefordert um Schutz und Rettung vor allem zu bitten, was uns im Alltag niedermacht! Arbeitsüberlastung die uns kaputt macht ebenso wie körperliche oder seelische Krankheit die uns dahinkriechen lässt.
Wir dürfen um Errettung von bösartigen Menschen bitten. (Mobbing, Rufmord)
Ja und natürlich auch vor der Verführung durch den Widersacher Gottes.
Mir scheint es ein All-Inclusive-Paket zu sein für das wir Gott bitten sollen! Und das wird uns nicht von irgendeinem dahergelaufenen Wohlstandsprediger geraten sondern vom Sohn Gottes höchstpersönlich!

Als mir diese Wahrheit klar wurde schien es mir so als ob Gott selbst uns den Auftrag erteilen würde zu ihm in diesem Sinne zu beten. Wow!
Würde Gott mich auffordern ihn um etwas zu bitten was er mir überhaupt nicht geben will? 
Seit dem Heilungsseminar mit Storch in der rockenden Braut bin ich sehr aufmerksam bei den Bibelstellen, in denen von körperlicher oder seelischer Heilung die Rede ist. Und entgegen vieler negativer Erfahrungen und Enttäuschungen auf diesem Gebiet habe ich neue Hoffnung gewonnen, daß Gott Heilung und Leben für seine Kinder bereit hält.
Und ich bete mit neuem Vertrauen: Erlöse mich von dem Übel!

Jawoll.

Mittwoch, 9. November 2011

Herzkasper-Buch ist fertig

Nun ist mein zweites Buch endlich fertig geschrieben. Ermutigt durch einige mails eines Leidensgenossen, dem meine Geschichte ein wenig weiter geholfen hat rang ich mich durch endlich die Abschlusskapitel zu schreiben.
Keine Ahnung was damit weiter passieren soll.
Ob ich den "Herzkasper" abermals bei BOD in Buchform veröffentlichen soll wie mein erstes Buch oder ihn einfach so nackt wie er ist auf meiner Webseite belasse?
Jedenfalls graut mir davor die Geschichte einem Verlag anzubieten - kommt mir zu stressig und hoffnungslos vor.
Vorschläge?
Bei BOD würde das Buch auch nur ein "Büchlein" von ca 90 Seiten im Format 19x12 cm werden.
Jedenfalls habe ich im Laufe der Jahre schon einige mails mit Feedbacks zu meiner Geschichte erhalten. Hauptsächlich von Personen, die selbst von Herzkrankheit betroffen waren oder deren Angehörige vor einer Bypass Operation standen. Einige konnte ich beruhigen, ermutigen oder Fragen beantworten. Oder Tipps weitergeben. Ist ja auch schon mal was.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Was brauche ich eigentlich wirklich?

Täglich flattern mit der Tageszeitung diese bunten Blättchen mit Werbung in meine Wohnung hinein und ich schaue sie mir gern an.
Denn sie enthalten viele Dinge, welche ich mir wünsche. Einen tollen neuen Laptop für meine Frau. Eine neue Videokamera für mich. Lautsprecher, Surroundverstärker und externe Festplatten... und mehr.
Oder ist es vielleicht so, daß meine Wünsche erst durch das Anschauen dieser bunten Bilder erzeugt werden? Und je mehr ich mir die ganze Warenpalette anschaue und im Internet die Preise, Vorzüge und Nachteile der jeweiligen Dinge vergleiche, desto stärker wird so mancher Wunsch?
Sind es wirklich MEINE Wünsche, oder sind es die Wünsche, die mir von der Werbewirtschaft eingepflanzt werden?
In den letzten Wochen habe ich, angeregt durch eine Predigt im Expowal, wieder damit begonnen zu Beginn meines Tages im Gebet zu Gott zu gehen.
Was macht man so landläufig in der persönlichen "stillen Zeit" allein mit Gott? Man trägt ihm meistens seine Wünsche vor. Sehr viele Christen tun das meiner Meinung nach.
Auf meinem Bildschirmschoner steht seit einiger Zeit ein Ausspruch von Jesus:
  Euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet. 
Aha, denke ich mir dabei. Gott kennt alle meine kleinen und großen Wünsche schon im vorraus. Und er ist ein guter Vater der gerne gibt. So hat Jesus ihn uns jedenfalls vorgestellt und ich glaube ihm das.
Eines morgens, als dieser Bildschirmschoner an mir vorbeizog, während ich im Gebet war wurde mir allerdings klar das Gott eventuell eine völlig andere Vorstellung von dem hat was ich persönlich brauche als ich sie habe...
Meine sogenannten Bedürfnisse sind höchst wahrscheinlich von allen möglichen Werbeangeboten, kranken Sichtweisen meinerseits oder Erwartungen von Menschen  beeinflusst und gar nicht echt. Es sind oft nicht mal meine eigenen Bedürfnisse, sondern einsuggerierte Wünsche von Außen.
So kam ich auf folgendes Gebet, daß ich nun so oder ähnlich öfters bete:

Herr, ich habe keine wirkliche Ahnung davon was ich eigentlich tatsächlich brauche. Ich bin so reich und habe so viele Dinge und will ständig neue und bessere Dinge haben, die ich gar nicht wirklich dringend brauche. 
Aber DU weißt was ich wirklich brauche! Vielleicht hätte ich es eher nötig mehr Dinge zu verschenken anstatt mir neue Dinge zu kaufen. Vielleicht wären geistige Dinge für mich viel wichtiger als materielle Dinge? 

Bitte schenke mir heute das, was ich in DEINEN Augen tatsächlich brauche! 

Und vor allen Dingen: Schenke mir bitte Deine Gegenwart! Lass mich neu Dein Angesicht sehen! Schenke mir Weisheit und Erkenntnis. Leite und führe mich neu durch deinen heiligen Geist!
Du kennst auch alle meine frommen christlichen Vorstellungen und Wünsche - zeige mir bitte was davon echt und richtig ist und befreie mich von allen falschen menschlichen Vorstellungen über Dich.

Dienstag, 13. September 2011

Argus

Ich hoffe nicht daß meine Nachbarn heute zu sehr gelitten haben. Ich musste die Musik etwas lauter drehen, nachdem ich "Argus" in den CD-Spieler eingeworfen hatte.
Wishbone Ash ist eine meiner Lieblingsgruppen, welche sich dem melodischen Rock verschrieben hatten und mit zweistimmigen Gitarrenmelodien glänzten.
Das Album Argus ist etwas ganz Besonderes für mich und bedeutet mir sehr viel. Ich wünschte man könnte statt Worten seine Emotionen und tiefen Empfindungen irgendwie direkt mitteilen.
Na klar - andere könnten auch einfach die Platte oder Cd auflegen und hören - aber - würden sie das Gleiche wie ich dabei empfinden?

Ich lag entspannt im Fernsehsessel und drehte die Anlage laut. Die Klänge rührten Bilder und Szenen der Jugend in mir auf. "I got to rearrange my life - I got to rearrange my World. I got to try to live - again"
Der Sänger sang mir aus der Seele. Einen neuen Anfang machen - irgenwie. Das Alte verlassen - aufbrechen zu neuen Ufern. In unbekanntes Land vorstoßen.
"Aber bin ich dafür nicht zu alt und zu krank?" schoss es mir durch den Kopf. "Habe ich denn eine andere Wahl?" dachte ich weiter. Mit Gott sind doch alle Dinge möglich! Und er hat doch viel Zeit. Wie viele Jahre musste Abraham warten, bis er den versprochenen Sohn in den Armen hielt? Und dann sollte er ihn auch noch plötzlich opfern als er sich schon so sehr an ihn gewöhnt hatte und ihn so sehr liebte...

Was ist das nur für ein Gott, mit dem wir es zu tun haben?

Wie lange durfte Mose warten, bis er bereit war den Auftrag Gottes zu erfüllen? Gott hat Zeit. Sehr viel Zeit! Eben so viel Zeit wie es dauert bis wir bereit werden ihm völlig zu vertrauen und seinen Willen in allen Einzelheiten zu tun. Und zwar mit Freuden und Liebe. Ohne Druck oder Pflichtgefühl sondern aus vollster Glaubensüberzeugung. Nicht in menschlichem Übereifer und Begeisterung sondern in der Kraft und Vollmacht des heiligen Geistes.

Es gibt viele Songs in dem genialen Album Argus. Einer ist besser als der Andere. Ich denke an den Film: Der Solist. Ein überaus begabter schwarzer Junge liebt Beethoven und übt schon als Kind das Cello spielen weil er so gut werden will wie Mozart, der schon als Kind die ersten Stücke komponiert hat. Seine zärtliche Mutter sagt ihm, daß sie die Stimme Gottes hören würde wenn er hingegeben Cello spielt...
Leider wird der Cellist beim Musikstudium psychisch krank und gerät als Entwurzelter in L.A. in die Gosse und unter die Obdachlosen, wo er auf einer 2-saitigen Violine für sich allein und die Vögel spielt.
Musik ist sein Leben und wenn er eine Symphonie hören darf taucht er in die Musik ein wie in einen Wasserstrom - wird völlig eins mit der Musik und verliert sich in ihr. Er vergisst seine Krankheit und allles um sich herum wenn er Beethoven hören darf...

So ähnlich ergeht es mir mit Argus von Wishbone Ash jetzt gerade auch.
The King will come. Ein mächtiges, ja gewaltiges Stück Musik für mich. Ich liebte das Stück schon als Drogenfreak und Hippie und wusste schon damals daß es nur von Jesus handeln konnte: Dem König der bald kommen wird...
Und er wird Gericht über all die Bosheit der Menschen halten. "In the fire - the King will come. Jugdement comes..."
Was wäre das für ein Gott, der nicht Gericht halten würde über all die abgrundtief bösen Menschen auf der Welt. Menschen, die andere quälen, ausbeuten und ermorden.
Was wäre das für ein Gott, der nicht für Gerechtigkeit sorgen würde wenn er auf die Erde kommt?
Wenn es einen wahren Gott und Schöpfer gibt, dann ist es nicht dieser merkwürdig weichgespülte "Friede-Freude-Wellness-Gott" der so oft an allen Orten gepredigt wird. Ich glaube zwar von ganzem Herzen, daß Gott überaus freundlich und nett ist. Aber ich glaube auch daran, daß er kein Hampelmann und Taschenkasper ist mit dem wir machen können was uns gerade beliebt!
Ich glaube an das gerechte Gericht Gottes über alle Übeltäter und alle Bosheit auf der Welt!
Sonst wäre die Bibel tatsächlich nichts als ein realistisch gestaltetes Mächenbuch. Und ein völlig sinnloses dazu.

Über was man so alles nachdenken kann, wenn man "weltliche" Musik hört und sich in der Musik verliert... und darin völlig aufgeht.

Montag, 25. Juli 2011

Der Attentäter

Anders Breivik, der Attentäter von Oslo, ist mit großer Wahrscheinlichkeit kein Psychopath sondern ein "Normaler" wenn man den Definitionen des bekannten Psychiaters Manfred Lütz folgt. Der schreibt in seinem Buch "Irre" (Wir behandeln die Falschen - unser Problem sind die Normalen) daß selbst Hitler oder Stalin nicht psychisch krank waren, weil psychisch Kranke gar nicht in der Lage gewesen wären über Jahrzehnte eine solche "Führungsleistung" zu erbringen. Das was sie "geleistet" haben war monströs und abartig - aber sie waren nicht gerichtsverwertbar schuldunfähig wie z.B. ein Schizophrener, der auf Grund von befehlenden Stimmen jemand tötet.

Anders Breivik ist höchstwahrscheinlich voll schuldfähig, nach allem was die Medien bisher über ihn bekannt gemacht haben. Das ist ja gerade das Erschreckende an dem Fall, daß jemand aus der Mitte der Gesellschaft, sozusagen einer von uns, zu einer solchen Tat fähig ist. Ein unauffälliger intelligenter Student mit Vorliebe für rechtspopulistische, antiislamische Internetseiten und Foren, wie es sie auch bei uns in Deutschland gibt. Man denke nur an Politically Incorrect, einen sehr bekannten Blog der sich hauptsächlich der Islamkritik widmet.  Ich denke gegen Islamkritik ist grundsätzlich nichts einzuwenden, so lange sie sachlich bleibt und nicht zur Hetzpropaganda entartet. Auch die christlichen Kirchen und Freikirchen müssen Kritik und bisweilen Spott und Häme ertragen können. Warum sollte man den Islam besser behandeln?

Der Attentäter soll ein "fundamentalistischer Christ" sein, was immer das den Berichterstattern bedeuten mag. Nähere Hintergründe dazu sind die Medien bislang schuldig geblieben. Allein die Tatsache, daß sich jemand als verspäteter Tempelritter begreift muß noch lange keine Beziehung zu einer christlichen Gemeinschaft bedeuten. Er soll ja ein isolierter Einzelgänger sein. Ich halte es allerdings durchaus für möglich daß falsch verstandenes christliches Gedankengut ihn beeinflusst haben könnte. Sogenannte "Templer" sind mir in den weiten des Internet auch schon in Deutschland begegnet.

Aber ist rechtspopulistische Propaganda und Islamfeindlichkeit mit einem Hauch christlicher Ideologie und der Genuss von Ballerspielen fähig jemanden dermaßen zu radikalisieren, daß er kalt lächelnd und offenbar mit Genuss einen Massenmord begeht?
Die Medien überschlagen sich ja schon mit allerlei versuchten Deutungen und möchten ihn gern zum unzurechnungsfähigen Psychopathen erklären um der allgemeine Hilflosigkeit und Ratlosigkeit zu begegnen. Aber dieser Anschlag wird möglicherweise für immer unerklärlich bleiben.
Wir hätten alle gerne eine nachvollziehbare Erklärung für diese Untat - aber möglicherweise IST sie eben völlig unerklärlich! Wir würden gern eine gesellschaftlichen Gruppe zum Sündenbock machen um dieses Gefühl der unerklärlichen Bedrohung loszuwerden. Ein Sündenbock macht sich immer gut um nicht weiter über die Fehlentwicklungen in der Gesellschaft oder Kirche nachdenken zu müssen. Oder über unsere eigenen Vorurteile und falschen Denkweisen.

Anders Breivik fühlt sich nach der Tat unschuldig und begreift sich als unser Retter vor dem Islam. Ist er möglicherweise einfach nur dämonisiert? Ist seine Gedankenwelt dermaßen vom personalen Bösen beeinflußt, daß er nur eine Art Marionette des Teufels ist? Ich kalkuliere diese Möglichkeit jedenfalls ein. Aber wissen kann ich überhaupt nichts. Nur spekulieren.
> Ein vergessener Aspekt: Der Mörder war Freimaurer
> Ist Anders Breivik ein christlicher Fundamentalist?

Sonntag, 17. Juli 2011

Prof. Dr. Dr. Dr. Arthur Ernest Wilder-Smith

Ich habe seine Bücher als junger Mensch gelesen und war sehr beeindruckt von dem Mann und seinen Thesen. Natürlich auch von den drei Doktortiteln, die übrigens nicht erschwindelt waren wie so oft heutzutage. "Copy and Paste" existierten noch nicht als er seine Doktortitel erwarb.
In "Herkunft und Zukunft des Menschen" setzt sich Wilder-Smith mit der Evolutionstheorie, ihren Lücken und Ungereimtheiten auseinander und versucht die Basis für eine kreationistische Wissenschaft zu legen. Man könnte ihn auch einen Vater des Kreationismus oder des heute viel diskutierten "Intelligent Design" nennen.
Er vertrat die These eines relativ jungen Universums und glaubte, daß der Schöpfungsbericht der Bibel durchaus mit der modernen Naturwissenschaft vereinbar sei. Erstaunlich für einen Menschen, der gelernt hat akademisch und naturwissenschaftlich zu denken und zu arbeiten.
Neben seinem Doktor in organischer Chemie hatte er auch einen Doktor in Pharmakologie und beschäftigte sich mit der Wirkung von Drogen und dem Drogenmissbrauch.
Neben seinen vielen wissenschaftlichen Veröffentlichungen schrieb er auch einige christliche Bücher zu Themen wie: Warum lässt Gott das Böse zu? Darf ein Christ zur Waffe greifen? Wilder-Smith war Kriegsdienstverweigerer.

Ich hatte nun das Privileg einige seiner Vorträge aus den Jahren 1989 und 1990 in meinen Youtube-Kanal hochzuladen. Und zwar in voller Länge von ca. anderthalb Stunden. Youtube hat mir seit einiger Zeit das Recht eingeräumt Filme von weit über 15 Minuten Länge hochzuladen.
Matthias Sesselmann hatte die Vorträge damals in der Leibniz-Universität und EFH (FHH) veranstaltet und mit einer christlichen Studentengruppe zusammen verwirklicht. Es war für ihn auch nicht so leicht die Familie des verstorbenen Professors wegen der Erlaubnis zur Veröffentlichung der Filme zu erreichen. Mit anderen Worten: Es steckt eine Menge Arbeit hinter diesem Projekt!
Und ich bin glücklich einen Teil dazu beizutragen, daß diese historischen Zeitdokumente nun für jedermann zugänglich sind. 

Hier die Links zu den Filmen:
Die Erschaffung des Lebens Teil 1
Die Erschaffung des Lebens Teil 2
Die Erschaffung des Lebens Teil 3  
Das Drogenproblem

Dienstag, 12. Juli 2011

Das personale Böse

Ich bin ihm noch nie persönlich begegnet: Dem Teufel als Person und realistischem Gegenüber. Luther soll angeblich mal ein Tintenfass nach ihm geworfen haben und Jesus stand dem Versucher in der Wüste leibhaftig gegenüber und sprach mit ihm.

Für die Naturwissenschaft existiert er ebenso wenig wie Gott, Engel oder andere Geistwesen.
Bei den meisten Esoterikern kommt er nicht vor - seltsam eigentlich, wo sie doch an die Existenz von Geistwesen glauben.

Ich habe keine Mühe an seine Existenz zu glauben, ich brauche nur meine Tageszeitung aufzuschlagen oder die Nachrichten im Fernsehen anschauen. Die Welt ist so voll von abgrundtief bösen Dingen das es zum Himmel stinkt!
Menschen werden von Menschen gefoltert, vergewaltigt und auf grausamste Weise zu Tode gebracht.
Psychopathen missbrauchen und ermorden Kinder. Die Mächtigen dieser Welt raffen allen Reichtum an sich und beuten die Kleinen und Schwachen aus - ohne Rücksicht und ohne Bedauern.
Kinder werden mit Sprengstoffgürteln oder Maschinengewehren zum Morden geschickt. Und wer erwischt wird und vor Gericht landet leugnet seine Taten und verhöhnt die Opfer oder ist sich einfach keiner Schuld bewusst. Siehe die Kriegsverbrecher aus Serbien oder Kambodscha.
Das Böse ist scheinbar allgegenwärtig und manchmal unbegreifbar.

Am stärksten habe ich mich bei einigen alten Fotos aus der Nazizeit gegruselt, die neulich in meiner Tageszeitung veröffentlicht wurden. Sie zeigten eine fröhliche Schar uniformierter Männer und Frauen mit Akkordeon und Gitarre singend und unbeschwert durch die Natur wandern.
Sie lachten und sahen richtig nett aus durch ihre Fröhlichkeit.
Es waren KZ-Wärter- und Wärterinnen aus Ausschwitz die einen freien Tag vom Morden hatten...
Offenbar belastete sie ihre Aufgabe nicht im Geringsten - es muß ihnen Vergnügen gemacht haben andere zu quälen und zu töten.
Für mich ist so etwas so unbegreiflich, daß ich es mir nicht mehr mit psychologischen Argumenten erklären kann.  
So etwas kommt in der Natur ansonsten nicht vor: Tiere töten in der Regel um zu überleben und ihren Nachwuchs zu ernähren.
Aber diese perfide Bosheit, mit System und hoher Intelligenz und sogar noch Lustgewinn ganze Völker zu unterjochen und zu ermorden kommt nur beim Menschen vor. Und die Menschen lernen offensichtlich nicht. Immer wieder kommen neue Gaddafis, Assads und Osama Bin Ladens aus dem Schoße der Völker hervor. (Gehört George W. Bush vielleicht sogar auch zu dieser Brut?)
In den heutigen westlichen Demokratien tritt das Böse vielleicht nicht ganz so offensichtlich zu Tage, wir haben es irgendwie verfeinert und kultiviert. - Aber von Vernunft, Güte  und Gerechtigkeit sind wir weit entfernt. Das Böse ist bei uns nur nicht so offensichtlich und arbeitet mehr im Dunkeln.

Diese Affinität des Menschen zum Bösen, diese Krankheit das Gute zu wollen und dennoch stets das Böse und Egoistische zu tun ist eine Perversion die ich mir nicht anders als mit der Existenz des personalen Bösen, des Teufels, erklären kann.
Die perspektive der Bibel auf den Teufel, (Den Bösen) ist für mich die einzig logische Erklärung für das beständige Unheil und das Böse in der Welt.
Wir wurden von der Schlange verführt und aus dem Paradies vertrieben - und kein Weg führt dorthin zurück. Die Engel mit dem Flammenschwert stehen vor dem Eingang und lassen niemand mehr herein.
Wir haben uns freiwillig an das Böse verkauft und stehen seitdem unter seinem Einfluß. ER ist der eigentliche Herrscher in der Welt und zieht die Fäden heimlich hinter den Kulissen, denn wir gehören ihm ja. (2.Kor.4,4, Eph.2,2)
Der "Gott dieser Welt", nämlich Satan, ist durch unseren Verrat an Gott unser Vater geworden und seine Gene wirken in uns weiter durch die Jahrtausende - und wir sind seine Marionetten.
Wenn da nicht ein Erlöser wäre, der den Vertrag zwischen uns und dem Teufel am Kreuz seiner Liebe zerrissen hätte.
Doch hier stellt sich ein Problem: Warum nur tun auch entschiedene Christen noch so viel Böses? Wir, die wir doch durch den Geist Gottes von neuem geboren wurden, eine komplett neue Schöpfung sind und aus dem Vertrag mit dem Bösen freigekauft wurden, warum lassen wir uns noch zum Bösen verführen? Wir haben doch Jesus zu unserem Herrn gemacht und wollen Gott von ganzem Herzen dienen? Und die selbe Perversion und Affinität zum Bösen steckt immer noch in unser aller Glieder wie ein Virus, daß nicht greifbar scheint.
"Röm 7,18    Denn ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fleische, nichts Gutes wohnt; das Wollen ist zwar bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten gelingt mir nicht! Denn nicht das Gute, das ich will, tue ich, sondern das Böse, das ich nicht will, übe ich aus." (Schlachterbibel 1951)
Wir mögen zwar formal aus der Macht der Finsternis freigekauft und erlöst worden sein - es zeigt sich aber nicht automatisch in der irdischen Realität sondern ist eine geistliche Wahrheit, die durch Glaube, Liebe und Gehorsam ständig neu ergriffen werden muß. 
Was nützen mir aber geistliche Tatsachen und Wahrheiten die ich nicht ins alltägliche Leben umsetzen kann? Ich bin als Christ in einen geistlichen Kampf hineingeboren worden, dem ich mich nicht entziehen kann. In ein Spannungsfeld zwischen Himmel und Hölle, Gut und Böse, Geist und Fleisch.
Und ich muß immer wieder neu entscheiden wem ich in meinem Leben Raum gebe: Der Liebe und dem Geist Gottes oder dem Hang zum Bösen und Zerstörerischen, der sich sogar manchmal in fromme Gewänder kleidet.

Ein weiteres Rätsel ist für mich die Tatsache, daß es so viele Leute gibt die Gott (scheinbar) überhaupt nicht kennen und trotzdem liebevoll und guten Herzens sind. In der Tat habe ich manchmal den Eindruck, daß die Menschen der sogenannten "Welt" die nicht viel oder gar nichts mit Gott am Hut haben oft weit uneigennütziger und liebevoller handeln als wir "offiziellen" Christen.
Wie geht denn das ohne die Hilfe Gottes? Wie kann man dem Bösen widerstehen ohne den Glauben und den Geist Gottes? Wie kann man selbstlos handeln - ohne das Vorbild der selbstlosen Liebe unseres Herrn Jesus? Kommt Freunde - es ist eine Realität: Es gibt viele gute Menschen auf der Welt! Und wir Christen spiegeln durch unser Handeln nicht immer die Güte Gottes wieder!

Kann man auch ohne Jesus zu kennen dem Bösen widerstehen? Offensichtlich ja! Vielleicht aus dem Grunde, daß ALLE Menschen grundsätzlich dazu berufen sind Gottes Kinder zu werden?
Vielleicht aus dem Grunde, daß grundsätzlich ALLE Menschen nach dem Bilde Gottes geschaffen wurden?

Montag, 4. Juli 2011

An den unbekannten Blogleser

Vorgestern telefonierte ich mit einem uralten Freund und stellte fest, daß er ab und zu diesen Blog liest.
Er fand einen Blogbeitrag besonders gelungen, hat ihn aber nicht kommentiert. Immer wieder stelle ich fest daß alte Freunde oder Bekannte meine Sachen lesen und entweder teilweise gut oder anstößig finden. Aber sehr selten schreibt einer mal einen Satz dazu.
Dabei ist meine Intention beim Schreiben nicht irgendwelche festgefügten Meinungen von mir zu verbreiten um eine möglichst große Anhängerschaft zu gewinnen sondern Kommunikation! Ich schreibe mir Dinge von der Seele um sie zu erleichtern und sozusagen als Therapie für mich selbst. Aber mir liegt außerordentlich viel am Feedback meiner Leser und an ihrer Meinung zu den Fragen die ich aufwerfe oder zu den Erkenntnissen die ich gewonnen habe. Mir liegt viel an der Beziehung zu Menschen, seien sie nun Christen, Atheisten oder irgendwelche dazwischen. Ich möchte nicht nur Weisheiten verbreiten oder Fragen aufwerfen sondern auch lernen!
Mittlerweile spuken mir so manche Theorien durch den Kopf, warum meine Leser nicht kommentieren - denn ich weiß anhand der Statistikfunktionen des Blogs genau, DASS ich eine Reihe Leser habe! :-)

Theorie 1: Meine Leser sind zu alt fürchten sich vor dem Internet. Sie haben Angst vor Missbrauch ihres Namens oder Datenklau und wollen sich daher möglichst anonym im Netz bewegen.

Theorie 2: Meine Leser sind zu alt und ihnen ist dieser ganze neumodische Computerkram an sich völlig suspekt. Um keinen Preis der Welt würden sie ihre Identität preisgeben.

Theorie 3: Der Leser hat Angst davor sich beim Kommentieren zu blamieren, weil er vielleicht nicht so "schön" schreiben kann wie andere hier...

Theorie 4: Christen wollen nicht daß in ihrer Gemeinde bekannt wird, daß sie diesen aufrührerischen Blog lesen...

Theorie 5: Mein Leser hat keine Ahnung wie die Kommentarfunktion überhaupt funktioniert und das man auch anonym kommentieren kann ohne Google email und Namen zu nennen.

Theorie 5: Meinem Leser fällt kein gutes Pseudonym ein.

Theorie 6: Mein Leser ist zu jung und denkt er hätte doch sowieso nichts Bedeutendes zu sagen.

Theorie 7: Meine Blogeinträge sind so stinkend langweilig, daß sich die Mühe nicht lohnt.

Irgendwelche anderen Theorien bei Euch vorhanden? :-)

Sonntag, 3. Juli 2011

Jammern oder glücklich sein auf jedem Niveau?

Gestern sah ich Nick Vujicic auf ERF im Fernsehen und war zu Tränen gerührt. Und ich schämte mich, weil ich mich so oft hängen lasse, mit dem Schicksal hadere und dem Selbstmitleid ergebe.
Nick hat weder Arme noch Beine und hätte allen Grund sein Leben mit jammern und Klagen zu verbringen. Aber durch die Hilfe Gottes und die Liebe seiner Familie ist er zu einem Vorbild an Lebensmut, Selbstannahme und Hoffnung geworden.
Er lässt sich nicht dauerhaft hängen sondern ist dankbar für die Dinge die er noch schafft und kann. Und der nutzt die Ressourcen die er noch hat und baut sie sogar noch aus.
Wer glaubt schon, daß ein Mensch ohne Arme und Beine ohne fremde Hilfe aufstehen kann, wenn er am Boden liegt? Nick kann es. indem er sich mit dem Kopf auf seine dicke Bibel stützt und er nützt den kleinen Stummel von Fuß den er an einer Seite hat zum schreiben an der PC-Tastatur. Er ist dankbar für seinen kleinen Stummelfuß und klagt nicht über die fehlenden Beine und Arme. Er rasiert sich sogar selber und lässt sich nichts von Pflegern oder Familie abnehmen, was er selber irgendwie schafft!

Ein unglaublich positiver Mensch, der andere ermutigt die sich hängen lassen.
Ein Beweis dafür, daß man selbst schlimmsten Schicksalschlägen eine positive Seite abgewinnen kann und das es möglich ist in jeder Situation zufrieden und glücklich zu sein.
Ebenso kann man in jeder Situation unglücklich sein und ohne Ende jammern. Wir deutschen sind Weltmeister darin und ich selbst bin zeitweise einer der Besten in dieser Disziplin!
Und hier kommt zur deutschen Ehrenrettung ein gewisser Samuel Koch ins Spiel. Der Kandidat, der bei "Wetten Das?" diesen furchtbaren Unfall hatte und seitdem vom Hals abwärts gelähmt ist. Ein Sportler und Bewegungsmensch. Im Interview mit Peter Hahne meint der, daß Selbstmitleid nicht sein Ding wäre. Er hat Hoffnung für die Zukunft und gibt nicht auf. Er freut sich über jede kleine Besserung seines Zustands und ist dankbar für seine Ärzte, Therapeuten und Familie.
Hier das volle Interview mit ihm:



Donnerstag, 16. Juni 2011

Bablozecki

Bild: Wikipedia/gemeinfrei
Wer oder was ist Bablozecki?
Neulich traf ich mich mit einer Runde älterer Herren zum Speisen in einem netten Restaurant. Ich war ein klein wenig erschreckt darüber wie Menschen weit jenseits der 50 vom Virus der Nostalgie befallen sind. Ich will mich selbst ja davon nicht ausnehmen - aber wenn es den Anschein hat, daß man schon mehr in der Vergangenheit lebt als im Hier und Jetzt, dann... ja dann wird man langsam wirklich alt, meine ich.

Gestern fiel mir grundlos ein Name aus entfernter Vergangenheit ein: Bablozecki.
Mir fallen ziemlich häufig Geschichten, Namen und Ereignisse aus der Vergangenheit ein. Warum auch immer.
Bablozecki war der Name eines Rohrstocks. Und zwar eines ganz bestimmten. Es war der Rohrstock des Dorfschullehrers meines verstorbenen Vaters mit dem er pflegte den jeweiligen Po eines über sein Knie gelegten Schülers mit Liebe und Andacht zu versohlen.
Ab und an gab es mit Bablozecki auch etwas auf die ungewaschenen Pfoten der unartigen Dorfkinder.
Bei welchen Gelegenheiten das genau war, weiß ich nicht mehr, aber der Name hat sich mir eingeprägt. Vielleicht auch aus dem Grund, weil mein Vater sich später selber so einen Rohrstock zulegte mit dem er seinen Kindern "Mores lehrte" wenn sie ihre kleinen Verbrechen begingen. Der Rohrstock war jedenfalls sehr gefürchtet, nicht nur der Bablozecki meines Vaters sondern auch der namenlose Rohrstock bei uns zu hause.

Ich erinnere mich ihn einmal erfolglos versteckt zu haben, nachdem ich eine Missetat begangen hatte. Mein Vater brüllte dermaßen furchterregend wo der Stock sei, daß ich ihm das Versteck ziemlich schnell verriet um nicht noch in größere Schwierigkeiten zu geraten als sowieso schon.
Einmal bekam ich den Po versohlt, weil ich im Schlafzimmer Fußball gespielt hatte und der Ball versehentlich durch die Fensterscheibe auf den Balkon fiel. Es war ja nur ein leichter Kunststoffball, aber damals gab es noch Einfachverglasung und die Scheiben waren dünn.
Außerdem gab es Dunkelhaft - wir hatten ein tiefschwarzes Rollo im Schlafzimmer, welches zugezogen wurde und ich musste zur Strafe schon mittags ins Bett.

Das andere Mal, an das ich mich erinnere war als ich auf dem selben Balkon ein Spielzeugauto von mir mit Silberbronze verschönern wollte. Ich hatte meinen Vater beobachtet, wie er mit dieser Farbe unser verfärbtes und verrußtes Ofenrohr wieder auf Vordermann gebracht hatte und fand Silberbronze einfach genial. Also nahm ich einen Pinsel und malte los - ich hatte sogar eine Zeitung unter das Auto gelegt. Aber dann fiel der Topf aus unerklärlichen Gründen um und ergoß sich auf Tisch, Linoleumfußboden und sogar aufs Schlüsselbund meines Vaters. Dummerweise stapfte ich auch noch mit den Füßen durch die entstandene Pfütze auf dem Boden und verteilte die sehr ergiebige Bronze auch noch auf den Wohnzimmerteppich als ich hektisch einen Scheuerlappen zum säubern des Malheurs holen wollte.
Mein Vater war in der Waschküche im Keller gewesen und als ich ihn die Treppe heraufkommen hörte versteckte ich mich schnell im Badezimmer um dem gefürchteten cholerischen Wutausbruch zu entgehen. Er hatte schon Verdacht geschöpft, weil ich ihm das mit Silber verzierte Schlüsselbund vom Balkon heruntergeworfen hatte.
Der Dialog an der verschlossenen Badezimmertür endete für mich mich hoffnungsvoll. Mein Vater schien sich nach 15 Minuten langsam zu beruhigen, hörte auf zu schreien und gab zur Antwort, daß er mir "vielleicht" nicht den Hintern versohlen würde wenn ich freiwillig herauskäme. Dieses "Vielleicht" erschien mir zwar trügerisch aber was für eine Wahl hatte ich denn?
Sobald ich  herauskam wartete der gefürchtete Rohrstock auf mich und mein Vater reagierte seine Wut an meinem Hinterteil ab.

So ein Rohrstock zieht wirklich unwahrscheinlich und fügt empfindlichen Schmerz zu. Sofakissen in der Hose hätten geholfen, wenn sie nicht sofort bemerkt worden wären. Es gab kein Entrinnen vor Bablozecki.

Samstag, 4. Juni 2011

Angst

Ab sofort bitte das Essen einstellen und nur flüssig ernähren bis die Gefahr vorüber ist!

Freitag, 29. April 2011

Die Weidenkirche

Der braungebrannte Gärtner des Annastifts hats mir verraten. Am 27. Mai ist Eröffnung der Weidenkirche.

Es ist eine lebendige Konstruktion aus Weidenstämmen, die in der Erde Wurzeln schlagen und schon anfangen grün zu werden.
Das wird sicher noch ganz zuwachsen. Die Kirche ist nach allen Seiten hin offen. Auch das Dach! Ist das nicht ein schönes Gleichnis?

Eines Tages wird es dort Andachten und Gottesdienste geben, die von den Rollstuhlfahrern des naheliegenden Wohnheims für Schwerbehinderte ohne Barrieren besucht werden können.
Barrierefreie Kirchen - können wir das nicht auch im übertragenen Sinne gebrauchen?
Viel ehrenamtliche Arbeit wurde von Mitarbeitern des Annastifts in Hannover an freien Wochenenden geleistet, um das Projekt zu verwirklichen - sonst wäre es nicht finanzierbar gewesen.
Ein Dach und ein Kreuz werden demnächst noch oben angebracht - das Kreuz fungiert als Blitzableiter!
Ebenfalls ein grandioses Bild! Jesus als unser Blitzableiter - sonst hätte uns die ganze Wucht des Zornes Gottes getroffen... 


Freitag, 22. April 2011

Das "Mysterium" der Auferstehung

Rumeiern über die Auferstehung
Zu Ostern kommen in vielen Zeitungen und Medien Christen zu Wort, die vom "Mysterium" der Auferstehung reden und schreiben. Jesus sei irgendwie "in uns" auferstanden und lebe ähnlich wie andere Verstorbene in den Gedanken seiner Nachfolger weiter. Die Tatsache der Auferstehung sei irgendwie nicht greifbar und fassbar und ist von einem geheimnisvollen Schleier umgeben, den man nicht durchdringen könne. Das würde sich nur dem Glaubenden offenbaren. So oder ähnlich wird um den heißen Brei herumgeredet und versucht aus einer einfachen Tatsache eine nahezu esoterische Erfahrung zu machen.  
Man könnte auch sagen: So mancher Kirchendiener oder Interpret der Bibel eiert herum, wenn es um die Auferstehung des Herrn Jesus geht. Entweder hat Paulus das schon vor 2000 Jahren geahnt, oder es gab auch damals schon Zeitgenossen (vermutlich Gnostiker) die ähnlich argumentiert haben.
Und er war der Meinung, daß man sich die ganze Sache mit dem Glauben an Jesus sparen könne, wenn man nicht an die tatsächliche und buchstäbliche Auferstehung glaubt.
1Kor 15,13 Wenn es aber keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferweckt; wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist also auch unsere Predigt inhaltslos, inhaltslos aber auch euer Glaube. Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes befunden, weil wir gegen Gott bezeugt haben, daß er Christus auferweckt habe, den er nicht auferweckt hat, wenn wirklich Tote nicht auferweckt werden. Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt. Wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden. Also sind auch die, welche in Christus entschlafen sind, verlorengegangen. Wenn wir allein in diesem Leben auf Christus gehofft haben, so sind wir die elendesten von allen Menschen.
Mit anderen Worten: Es gibt nichts Überflüssigeres, als österliche Artikelschreiber, Theologen oder Pastoren die vom "Mysterium" der Auferstehung schwafeln.
Denn Jesus ist wahrhaftig auferstanden! 
Bild: Men in Black (Flickr.com)

Dienstag, 12. April 2011

Der "Dienst"

So viele freikirchliche Christen sprechen vom sogenannten "Dienst" in der Gemeinde. Herumreisende Prediger haben einen "Dienst", der Prophetie, Heilung oder die Verkündigung des Evangeliums beinhaltet.
Es gibt große und kleine Dienste, aber zumeist hat der "Dienst" damit zu tun, daß der Diener auf einer großen oder kleinen Bühne oder Kanzel über der Versammlung residiert, um von oben herab seine Weisheiten kundzutun oder dem Fußvolk seine Begabungen vorzuführen. Und sehr häufig verlangen die "Diener" eine Menge Geld für ihre Dienstleistungen. Manche kommen erst gar nicht, wenn nicht eine bestimmte Summe der Bezahlung garantiert wird.
Warum erinnern mich diese sogenannten Dienste nur so häufig an das genaue Gegenteil des Begriffes vom Dienen? Oft scheint mir der Dienst mehr wie ein Machtinstrument um an die Wolle der Schafe zu kommen und diese auszunutzen. Es geht um Status und Ehre, es geht darum jemand in der Gemeinde zu sein und Anerkennung zu erheischen. Kurz gesagt um das genaue Gegenteil von dienen.
 Das Beispiel und Vorbild des Dienens von Jesus ist ein Anderes:
Joh 13,3 ...obgleich Jesus wußte, daß ihm der Vater alles in die Hände gegeben habe und daß er von Gott ausgegangen sei und zu Gott hingehe,steht er vom Mahle auf, legt seine Kleider ab, nimmt einen Schurz und umgürtet sich;darauf goß er Wasser in das Becken und fing an, den Jüngern die Füße zu waschen und sie mit dem Schurz zu trocknen, mit dem er umgürtet war.
Jesus begegnete den Jüngern nicht nur auf Augenhöhe - er erniedrigte sich unter sie und machte sich selbst zu nichts obwohl er der König und Herrscher des Himmels war und ist.
Das was wir gemeinhin als Dienst bezeichnen ist leider allzuoft nichts als ein Etikettenschwindel!

Sonntag, 10. April 2011

Teestube Jesus Treff Hannover 1976

Ein Dokumentarischer Streifzug durch die Jugendarbeit der Intermission mit Szenen aus der Teestube, dem Haus der Gnade, Come In und dem Büro der Intermission in der Kestnerstraße. Mit Zeugnissen der damaligen Mitarbeiter der Teestubenarbeit.
Hoffentlich werde ich für die Veröffentlichung nicht gelyncht, denn aus heutiger Sicht könnte so manches ein wenig kurios bis unfreiwillig komisch wirken...


Sonntag, 3. April 2011

Mad John

1968 brachten die Small Faces ein wunderschönes Konzeptalbum mit dem Namen "Ogden's Nutgone Flake" heraus. Die zweite Seite der Schallplatte beinhaltete ein musikalisches Märchen von der Reise eines kleinen Suchenden namens Happiness Stan, der sich fragte wo bei Halbmond wohl die andere Hälfte des Mondes hingegangen sei. Im laufe der Reise begegnete ihm "Mad John", ein alter Weiser, der im Wald lebte. Ein Tramp der nicht nur die Antwort auf diese Frage wusste, sondern Stan sogar den Sinn des Lebens erkären konnte...
Ach ja.... und so einen Typen wie "Mad John" hatte ich am Freitag zu Gast. Ein Wohnungsloser und bewusster Aussteiger der vor Heiterkeit strahlte und einen überaus zufriedenen und geistig gesunden Eindruck machte...




There was an old man who lived in the greenwood
nobody knew him or what he had done
but mothers would say to their children beware of Mad John.

John would sing with the birds in the morning
laugh with the wind in the cold end of night
but people from behind their curtains, said he's not quite right.

John had it sussed he was living the life of a tramp
yes his bed was the cold and the damp but the sun was his friend
he was free

So here was a wise one who loved all the haters
he loved them so much that their hate turned to fear
and shaking from behind their curtains the loved ones would hear:
Ei diddelieidei diddelieidei diddelieidei...... ♪♫

Mittwoch, 30. März 2011

Neue Thora-Rolle in Hannover

Neben den vielen furchtbaren Nachrichten aus aller Welt gab es heute einen nettgemeinten kleinen Artikel in unserer Tageszeitung: "Tanz mit der Thorah".
Gestern gab es eine große Einweihungsfeier im Maritim Hotel für eine Torah-Rolle, auf der die letzten Buchstaben während der Feier hinzugefügt wurden. Sie ist für das jüdische Zentrum Chabad Lubawitsch in Hannover Kleefeld bestimmt und wurde mit einem ausgelassenen Tanz von der jüdischen Gemeinde gefeiert. "Simchat Torah" (Freude an der Torah) heißt ja auch ein jüdischer Feiertag und ich frage mich wie es mit meiner Freude am Wort Gottes aussieht. Oder mit unserer Freude als Christen.
Vor Freude mit dem Wort Gottes tanzen? Welch ein herrlicher Brauch!
Eine Sache an dem Bericht hat mich ganz besonders berührt. Die HAZ von heute schreibt:
"Hochkonzentriert hält Rafael Lerer die Feder in der Hand: „Alles an so einer Thora-Rolle muss koscher sein“, sagt er. „Das Pergament stammt von der Haut eines koscheren Tieres, und die Tinte ist nach einer besonderen Rezeptur zubereitet.“ Rafael Lerer ist ein jüdischer „Sofer“, ein speziell ausgebildeter Thora-Schreiber. Mehr als ein Jahr lang hat er in Israel an den 304805 Buchstaben dieser Schriftrolle geschrieben, mit höchster Akribie – denn ein einziger falscher Buchstabe macht die gesamte Rolle, auf der etwa die fünf Bücher Mose des Alten Testaments aufgezeichnet sind, nach jüdischen Gesetzen unbrauchbar."
Ein EINZIGER falscher Buchstabe! Das erinnerte mich sofort an einen Ausspruch unseres Herrn Jesus: Mt 5,18  Denn wahrlich, ich sage euch, bis daß Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Jota noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.
Und ich dachte weiter: Wenn die Schreiber der Bibel so akkurat und peinlichst genau mit dem Wort Gottes umgehen - selbst heute noch - woher stammen dann die vielen angeblichen Abschreibfehler, die von Atheisten so gern beschworen werden? Vielleicht gibt es ja überhaupt keine? Oder zumindest so gut wie keine.
Mein Fazit aus diesem Artikel ist:
Das Wort Gottes ist absolut wahr und Zuverlässig! Und wir können uns darauf verlassen.

Sonntag, 27. März 2011

Wermut

Offb 8,10 Und der dritte Engel posaunte: und es fiel vom Himmel ein großer Stern, brennend wie eine Fackel, und er fiel auf den dritten Teil der Ströme und auf die Wasserquellen. Und der Name des Sternes heißt Wermut; und der dritte Teil der Wasser wurde zu Wermut, und viele der Menschen starben von den Wassern, weil sie bitter gemacht waren.

Wie heißt Wermut auf Russisch? TSCHERNOBYL. Wo stehen die meisten Atomkraftwerke in der Welt? An Flüssen, denn sie brauchen Kühlung. Und manche stehen auch am Meer wie das von Fukushima in Japan. Heute hieß es dazu bei Reuters:
"Die radioaktive Verseuchung des Meerwassers vor der havarierten Anlage stieg aber noch einmal: Tests der japanischen Atomaufsicht ergaben eine um das 1850-fache erhöhte Belastung durch radioaktives Jod. Am Vortag war die Belastung noch um das 1250-fache erhöht."

Die IAEA schickte in den vergangenen zwei Tagen zwei weitere Expertenteams nach Japan. Sie sollen den Behörden helfen, die Strahlung zu messen und eine mögliche Verseuchung von Lebensmitteln im Blick zu behalten. Vor dem Hintergrund des zunehmend verstrahlten Meerwassers versuchte die japanische Atomaufsicht am Samstag, die wachsenden Sorgen der Menschen zu dämpfen. Die Verstrahlung stelle nur ein geringes Risiko für das Leben im Ozean dar, hieß es. Durch die Meeresströmung würden die strahlenden Partikel weggeschwemmt und verdünnt, bevor Fische und Algen sie aufnehmen könnten."
Brauchen wir als Menschheit überhaupt noch die Gerichte Gottes aus der Apokalypse? Oder schaffen wir es schon vorher uns einfach selbst kaputt zu kriegen? Oder besteht das Gericht Gottes einfach nur darin die Menschheit sich selbst und ihrer "Weisheit" zu überlassen?

Freitag, 4. März 2011

Der Untergang des Islam

Ich habe in den 80iger Jahren live miterlebt, wie Steve Lightle den Fall des Kommunismus vorhersagte. Er ist eingetroffen.
Er sagte den Exodus der Juden aus der Sowjetunion nach Israel voraus und kämpfte viele Jahre für diese Vision, indem er mithalf diesen Juden die Einreise nach Israel zu ermöglichen. Nicht alles ist exakt so eingetroffen, wie er es vorausgesagt hatte aber ca. 1 Million russischsprachige Juden sind nach dem auseinanderbrechen der Sowjetunion bis 1998 nach Israel ausgewandert. Heute dürften es möglicherweise 1,5 Millionen sein.
Steve Lightle bekam auch ein Wort über den kommenden Fall des Islam, daß er damals mitteilte.
Erleben wir diesen Fall möglicherweise gerade jetzt?
Sind die Unruhen in der arabischen Welt ein Zeichen daß Gott dort am Werk ist? Hier ein Artikel aus dem Jahr 1990 mit den entsprechenden Prophetien. (Leider nur in Englisch)

Dienstag, 22. Februar 2011

Der "Hunderthoyer"

Ein Freund aus seligen "Muckertagen" gab ihm meine Adresse und Telefonummer, denn er hatte Schwierigkeiten mit dem PC und ich könne ihm helfen, dem "Hunderthoyer".
Der ist ein Künstler, welcher bei mir "umme Ecke" wohnt und mit Acrylfarbe experimentiert.
Ein Kontakt kam erstmal nicht zustande, aber die Schwierigkeiten mit dem PC häuften sich beim Künstler. Er hatte mittlerweile seine ganze Homepage zerschossen, so daß man die meisten seiner Bilder, Skupturen und Aktionen gar nicht mehr zu sehen waren - nur noch Text und viele fehlende Bilder. Kurzum: Ein jämmerliches Bild!
So kam ich denn nun vor kurzem doch noch in Aktion und flickte seine Homepage wieder zusammen. Und wir haben uns auch getroffen und Kaffee getrunken. Nun ist fast alles wieder gut und wir planen noch ein paar zusätzliche Seiten einzubauen.

Montag, 7. Februar 2011

Über den Glauben

Jesus und seine Nachfolger predigten noch Buße, Reue und Umkehr von falschen Wegen und den Glauben an das Evangelium (die frohe Botschaft) und das Reich Gottes.
Heutzutage wird fast nur noch die frohe Botschaft des Glaubens gepredigt und die Buße komplett weggelassen!  Ob sich die Zeiten so geändert haben daß wir heutzutage einfach keine Buße mehr brauchen?
Mk 1,14  Und nachdem Johannes überliefert war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe gekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!

Dienstag, 1. Februar 2011

Manchmal dauert es länger bis der Groschen fällt

Wikipedia: Bileams Esel
Visionen und Eindrücke
Von Beginn meiner Hinwendung zu Jesus als meinem Herrn an begleiteten visuelle Eindrücke der unsichtbaren Wirklichkeit mein Leben als Christ - beginnend mit dem Bild des Dämons welcher über mir schwebte, als für mich in besonderer Weise gebetet wurde.
Auch später hatte ich ab und zu eindrückliche "Gesichte" die mir Tatsachen der unsichtbaren himmlischen Wirklichkeit mitteilten.
Mit einigen dieser Visionen konnte ich allerdings rein gar nichts anfangen. Sie waren und blieben mir rätselhaft obwohl ich Gott sehr häufig um Erklärungen bat. Manche verstand ich erst Jahre später, wenn bestimmte Ereignisse in meinem Leben eingetreten waren. Sie sollten mich oft auf bestimmte Dinge vorbereiten.

Das fünfte Evangelium

Ich dachte eigentlich immer es gäbe nur vier Evangelien: Die nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Aber als ich zur Bibelschule in Wolfenbüttel ging brachte uns der damalige Bibelschuldirektor Eberhard Mühlan bei, daß es noch ein Fünftes gibt: Nämlich dein Eigenes!

Und dieses "eigene" Evangelium weicht sehr häufig von denen ab, die dort in der Bibel niedergeschrieben sind. Und da ja fast jeder Christ sein eigenes privates kleines Evangelium hat gibt es demgemäß natürlich sogar noch weit mehr als fünf - global gesehen. Das geht ja wohl eher in die Milliarden! Na gut die privaten Evangelien ähneln sich schon ziemlich, aber keins ist haargenau gleich.

Sonntag, 30. Januar 2011

Der kleine Internetmissionar

Mein Freund Günni aus Berlin hat ja einen extra-Blog für den kleinen Internetmissionar mit vielen Tips und Ratschlägen zum Bloggen und anderen Themen.
Ich bin ja nun auch schon ein paar Jahre als Blogger aktiv und habe noch davor eine Webseite verfasst und kleine Filmchen mit meiner Digicam auf YouTube hochgeladen. Nur so zum Spaß und weil ich die Kamera ausprobieren wollte.

Freitag, 28. Januar 2011

Neues Nachwort

Ich habe ein neues Nachwort zu meinem Buch "Die Gabe der Geisterunterscheidung" geschrieben. Mit besonders herzlichem Gruß an Matthias Sesselmann und Enrico Hirsch.

Dienstag, 25. Januar 2011

The show must go on

In der Ausgabe vom 18.01.2011 nimmt der aktuelle Artikel  von "GEISTbewegt" Bezug auf ein Tabuthema unter evangelikalen und pfingstlich orientierten Christen: Selbstmord!
Nun kommen Selbstmorde auch unter entschiedenen Christen vor, aber wenn der Selbstmörder auch noch ein "Heilungsevangelist" ist? Dann.... ja dann spricht man schon nicht gerne öffentlich darüber und hält alles lieber unter dem Mantel des Schweigens. Na klar - eine Familie ist zurückgeblieben, der man nicht auch noch zusätzlich weh tun will - verständlich!
Aber wirft solch ein Suizid nicht auch schwerwiegende Fragen auf, welche ALLE "geistbewegten" Christen etwas angehen?

Donnerstag, 13. Januar 2011

Falsche Apostel - falscher Geist

2Kor 11,3 Ich fürchte aber, es könnten, wie die Schlange mit ihrer List Eva verführte, so auch eure Sinne verdorben und von der Einfalt gegen Christus abgelenkt werden. Denn wenn der, welcher zu euch kommt, einen andern Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben, oder wenn ihr einen andern Geist empfanget, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so ertraget ihr es wohl.  [...so erduldet ihr das ja scheinbar Prima!] 

Die eckigen Klammern sind von mir und sollen die Ironie des Paulus ausdrücken, die ich stark hinter dem zweiten Satz vermute.
Paulus geht davon aus, daß es durchaus für Christen möglich ist einen "anderen" und somit betrügerischen Geist zu empfangen der absolut nichts mit dem heiligen Geist Gottes zu tun hat und in die Irre führt. Man vergegenwärtige sich, daß er hier den Korinthern schreibt, die ja laut Paulus selbst keinerlei Mangel an irgendeiner Geistesgabe hatten.

Samstag, 8. Januar 2011

Tessa †

Zytanien Hauptbühne   Foto: Ruben Förthmann
Ich traf Tessa nur zwei mal im Leben. Und doch hat sie sich in mein Herz eingebrannt. Das erste mal war 2003 oder 04  als ich die freie Republik Zytanien kennenlernte. Dort leben ein paar Hippies, Punks und Ausgeflippte in einer alten Ziegelei. Und die veranstalten jedes Jahr ein Kultfestival mit ca 2000 Besuchern.
Ich hatte meine Töchter und ihren Punkerfreund Hoschi im Auto und war schon sehr gespannt auf die Bands und das Festival-Feeling.
Am Eingang des Geländes trafen wir Tessa und meine Tochter stellte mich als Vater vor. Meike kannte Tessa von der Punker-Szene, aber sie sah überhaupt nicht punkig aus. Sie war noch recht jung und wirkte sehr nett und aufgeschlossen auf mich und ich war froh von ihr nicht als der bürgerliche Spießer sondern als Mensch wahrgenommen zu werden.

Freitag, 7. Januar 2011

Widersprechen lohnt sich!

Als Christen sollen wir ja Gott gehorchen und nicht ständig widersprechen!
Deshalb fällt manchen von uns wahrscheinlich auch der Widerspruch gegen Menschen und menschliche Einrichtungen schwer. Wir haben das in unseren netten Gemeinden nicht gelernt und es ist dort auch nicht so erwünscht... :-)
Vor kurzem erhielt ich vom Finanzamt eine Zahlungsaufforderung über 620 €uro für die Jahre 2005 und 06, welche mir vollkommen undurchsichtig schien. Sie war auch nicht mit irgendeiner Begründung versehen. Im Prinzip konnte ich nur raten, daß sie irgend etwas mit meiner Erwerbsminderungsrente zu tun hatte und so rief meine Frau beim Finanzamt an und machte sich schlau. Die wollten eine Steuernachzahlung incl. Zinsen für eine Rentenzahlung aus den Jahren 05/06 , die ich gar nicht erhalten hatte und die komplett an die AOK gegangen war von der ich damals Krankengeld erhalten hatte.
Zum Glück war die Beratung kompetent und riet uns, schnellsten einen Widerspruch zu formulieren bzw. einen Antrag auf  "sofortige Aussetzung des Vollzugs der Zahlungsaufforderung"zu stellen.
Der ging noch am selben Tag per Fax an die zuständige Sachbearbeiterin.